IoT Spielerei: Whisky per Alexa

Beim Surfen kam mir mal wieder die Idee für eine eigentlich unsinnige IoT-Spielerei: Sich per Alexa Sprachbefehl einen Whisky einschenken lassen. 🙂 Benötigt dazu werden ein elektrischer Wasserspender und ein intelligenter WIFI Schalter. Die Verdrahtung ist relativ einfach.

Als erster Schritt wird der Intelligente WiFI-Schalter per Micro-USB betrieben und die zugehörige eWELink App (Bild 2) ins lokale Netz geholt. Zur besseren Übersicht benennen wir den Schalter einfach mit „Whisky“. Nach dem Anlage des WiFi-Schalters mit der hauseigenen App ist der Schalter nun auch in der „Alexa-App“ zu finden (Bild 3).


Im nächsten Schritt bauen wir den intelligenten Wifi-Schalter in den elektrischen Wasserspender ein. Der Schalter passt wie die Faust aufs Auge zwischen Pumpe, Akku und die USB-Platine.

Die Versorgungs-Spannung für den Wifi-Schalter wird über die USB-Platine geräubert. Das lässt sich relativ schnell miteinander verlöten. Hinweis: Die schrottige Lötstelle im mittleren Bild wurde noch geschönt. 🙂

Der Schalt-Ausgang des Wifi-Schalters wird nun mit der Taste zur „Wasserausgabe“ verlötet. Die halbrunde, dunkelblaue Platine wird mit drei kleinen Schrauben im Gehäuse gehalten.

Ehe man den Deckel wieder verschrauben kann, sind noch ein paar kleine Anpassungen dessen notwendig. Störende Plastikstege werden einfach mit einem Saitenschneider herausgelöst.

Hinweis: Der im elektrischen Wasserspender verbaute Akku dient nur für die Pumpe. Zur Funktion der WiFi-Platine muss immer das USB-Netzteil verwendet werden.

Als letzten Schritt benötigen wir nur noch eine neue Alexa Routine. Diese wird folgendermaßen angelegt:

1.) Wenn Sprachkommando „ich brauche einen Whisky“
2.) Schalte ein „Steckdose“ Whisky
3.) Warte 5 Sekunden
4.) Schalte aus „Steckdose“ Whisky

Wenn ihr alles richtig gemacht habt, sollte einem ersten Test nichts mehr im Wege stehen:


Benötigte Materialien:
1 Kanal WIFI Intelligenter Schalter
Automatischer Wasserspender
2-Adriges Kabel, Lötkolben Lötzinn

Benötigte Software:
eWeLink – Smart Home-App (Android/Apple iOS)
AlexaApp (Android/Apple iOS)

Im Prinzip lässt sich die Sache auch mit Apple Homepod oder Google Home realisieren.

Wie immer gilt der Disclaimer:

DISCLAIMER/HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Solltet ihr mit der Handhabung bzw. dem Ein-/Umbau von Elektronik nicht bewandert oder erfahren sein, bittet einen Fachmann, euch zu unterstützen. Lasst die Arbeiten im Zweifelsfall von einem Fachmann durchführen.
Auch bei arbeiten mit Spannungen von 5-12 Volt / USB kann es zu Unfällen kommen. Kurzschlüsse können zu Kabelbrand und Verlust der Bauteile durch Brand und weitern Personen- und Sachschäden führen. Ihr handelt auf eigenes Risiko!

Fritzbox 7590 Upgrade mit FriXtender

Seit April 2020 läuft hier die problemlos die Fritzbox 7590. Ein Manko der Box war für mich immer der schnell abfallende Pegel/Datendurchsatz außerhalb wie zum Beispiel im Garten oder Hof. Auch ein testweise aufgebautes Mesh mit zwei Repeatern brachte nicht den erwünschten Erfolg. Aus früheren Umbauten von Routern war mir bekannt dass die Möglichkeit für einen Umbau mit externen Antennen besteht. Dieser Tage wurde ich auf die Firma FriXtender aufmerksam. Die bietet Sets für den Selbstumbau diverser Fritzboxen an.
Ich habe mich für das Set FriXtender M2 X3co (weiß) entschieden, welches aus drei M2-Antennen für das 2,4 GHz und 5 GHz Band besteht. Der Umbau ist unkompliziert und meiner Meinung nach von jedem technisch Begabtem in circa einer halben Stunde durchgeführt werden.

Ich habe mal ein paar Bilder des Umbauprozesses gemacht.

In einem ersten Test waren schon einige dB mehr an den Endgeräten / im Backend der Fritzbox zu erkennen. Über genauere Ergebnisse werde ich berichten!

Über die entsprechenden einzelnen Einzelschritte zu sprechen macht wenig Sinn. FriXtender stellt für das Produkt ein ausgezeichnetes Einbauvideo zur Verfügung.

Links:
AVM FRITZ!Box 7590 bei Amazon
AVM FRITZ!Box 7590 AX (Wi-Fi 6) bei Amazon
FriXtender M2 X3co (weiß)
FriXtender M2 X3co Einbauanleitung

Sonoff Zigbee 3.0 USB Dongle Plus konfigurieren

Kurz:
Neuer ZigBee-Adapter samt Sensoren für den ioBroker konfiguriert. und in die Visuals integriert.

Lang:
Pain in the ass! Man, war das ne Achterbahnfahrt!
Nachdem der Adapter via dem „Zigbee Coordinator“ im ioBroker konfiguriert war (Detailbeschreibung weiter unten als Textdatei), ging es an die neuen Sensoren. Die Anbindung der neuen Sensoren funktionierte nicht, sie ließen sich nicht koppeln.
Beim Versuch wurde immer „Interview failed“ oder „Error: Failed to interview“ angezeigt, obwohl ich die Kopplungszeit bereits auf 240 Sekunden eingestellt hatte. Lösung: Die Firmware des ZigBee Coordinator war veraltet. Bis dahin hatte ich schon eine gute Stunde mit experimentieren verbracht, hier die weiteren 1.5 Stunden:

1.) Windows-Treiber für den Sonoff runterladen
2.) Firmware runterladen
3.) Flashing Software herunterladen
4.) Sonoff Stick zerlegen, mit Bootloader starten
5.) Firmware flashen
6.) Stick zusammenbauen und wieder anschließen
7.) RaspberryPi rebooten.
8.) Paaring der Sensoren
9.) Design der Visuals für die neuen Sensoren

Der SonOff Zigbee Stick während des flashen der neuen Firmware

Einer der zwei TS0601 Smart Air House Keeper 6fach Sensor

Die neuen Sensoren im ioBroker

Die neuen Sensoren messen sogar noch mehr, hier den CO² Gehalt der Luft in ppm, dann noch den Formaldehyd Gehalt in µg/m³ und den Anteil von VOC (Flüchtige Organische Stoffe).

Wer sich für die Details interessiert, hier gibt es die lange Beschreibung in einer Textdatei.

Hier nochmal meine Konfiguration:
Raspberry Pi 4 mit 8GB
Sonoff Zigbee 3.0 USB Dongle Plus
TS0601 Smart Air House Keeper 5fach Sensor
ioBroker


Android Auto kabellos mit AAWireless

Da die Headunit (das automobile Gegenstück) meines Westfalia Kepler One (Basis VW T6.1 2020) noch kein kabelloses Android Auto unterstützt, habe ich mich auf die Suche nach einer praktikablen Lösung gemacht und bin dabei bei AAWireless gelandet. Bei AAWireless handelt es sich um einen kleinen USB-Dongle, der an die USB-Schnitstelle des Busses (bei mir USB-C) angeschlossen wird. Mithilfe einer App auf dem Smartphone erfolgt die erstmalige Einrichtung.

49 mm x 49 mm x 12 mm

Es gibt eine Power-LED eine USB-C-Buchse und einen Resetknopf

Der Packung selbst war nur ein USB–> USB-C Kabel beigelegt. Ein passendes kurzes USB-C–>USB-C Kabel lässt sich aber über Amazon leicht beschaffen.

Der Lieferumfang

Den USB-Dongle habe ich mit Klettstreifen unterhalb befestigt, das Kabel ebenfalls.

Die eigentliche Einrichtung erfolgt über die App AAWireless (über den Google App Store erhältlich).

Nach dem erstmaligen Starten leitet einen ein Assistent durch die Einstellungen der App und am Fahrzeug.

Nachdem die Konfiguration durchgeführt wurde erkennt das System automatisch den Dongle und in meinem Fall auch, dass eine neue Firmware für den Dongle vorliegt den ich natürlich gleich installiert habe.

Nach einem Neustart des Dongle kam der spannende Moment… und es funktionierte einfach!

Android Auto App Übersicht
Spotify Wiedergabe
Google Maps

Nach dem Kaltstart des Fahrzeuges braucht der Adapter circa 3-4 Sekunden, sich mir dem Fahrzeug respektive Telefon zu verbinden. Das ist vollkommen in Ordnung! Man benötigt ja auch schon ein paar Sekunden, um sich anzuschnallen und die Begrüßung de Infotainment-Systems zu bestätigen.

Fazit: Ich bin begeistert bisher!

Hinweis: Die Bestellung ist im Moment nur über die Webseite AAWireless.io möglich. Der Versand erfolgt jedoch aus Deutschland und wird mit DHL abgewickelt.

Links:

AAWireless bei AAwireless bestellen (89,99€)

AAWireless App im AppStore

USB-C auf USB-C Kabel bei Amazon (6,79€)

Staubsauger-Roboter ZACO A9s – Fazit nach drei Jahren

Am 31.10.2019 habe ich mir den Staubsauger-Roboter ZACO A9s geordert. Seitdem läuft er mindestens einmal pro Woche per Timer gesteuert und hilft dabei, in meiner Bude eine gewisse Grundsauberkeit  zu halten. Meist kommt er auch noch 1-2 Mal spontan zum Einsatz, eine kurze Ansage mit „Alexa, Staubsauger ein“ genügt. Meine Wohnung hat circa 110qm, davon sind ungefähr 70-80qm für den ZACO zugänglich (der Rest ist mit Möbeln o.ä. zugestellt). Für eine Reinigung von 60qm benötigt der Roboter circa eine Stunde. Genau soviel Zeit wird noch einmal benötigt, wenn hinterher gewischt werden soll.

Reinigung von 60qm

Bei diesem einstündigen Lauf hat der ZACO circa ²/³ des Staubbehälters gefüllt, was circa 400ml bedeutet.

Der Akku hält im Turbo-Modus circa eine Stunde. Laut Anleitung sollen es im Standard-Modus bis zu zwei Stunden sein. Die Kapazität des Akkus hatte nach zwei Jahren nachgelassen. Ein passender Ersatzakku (2600 mAh, 14,8V, Li-Ion) ist problemlos bei Amazon erhältlich, genauso wie ein Service-Kit mit Verschleißteilen.

Beim Service macht es Sinn, neben einer Reinigung auch die Bürsten zu erneuern.
Der Akku befindet sich unter einer verschraubter Abdeckung und ist ohne Probleme zu wechseln.
Außenbürsten und Bürstenrolle sind Verschleißteile.
Einmal Kundendienst bitte

Neben dem leeren des Staubbehälters und gelegentlichem Ausblasen mit Druckluft benötigt der ZACO ansonsten wenig Aufmerksamkeit. Er versieht still seinen Dienst.

Möchte man in auf Wischmob-Betrieb umrüsten, geschieht dies durch Entnahme des Staubbehälters und Einsetzen des gefüllten Wasserbehälters (300ml Volumen). Der ZACO schafft es mithilfe einer vibrierenden Platte, auf der ein Mikrofasertuch mittels Klett befestigt ist tatsächlich, circa 50-60qm zu wischen. Um eins klar zu stellen: Wischen bedeutet nicht schrubben. Aber Kaffeeflecken oder schmierige Stellen stellen kein Problem dar.

Beim Saugen und Wischen wird es immer Ecken geben, bei denen man manuell nacharbeiten muss. Ein kleiner Handstaubsauger mit flexiblem Saugrohr reicht dafür jedoch völlig. In der Tat habe ich meinen „großen“ Dyson nur circa alle 6 Wochen im Einsatz.

Fazit, Pro und Contra

In 90% der Einsätze versieht er von Anfang bis Ende problemlos seinen Dienst und fährt am Ende der Reinigung selbstständig in seine Ladestation zurück. Bei den restlichen 10% der Fahrten hat er sich ein Kabel um die Bürsten gewickelt oder sich im hochflorigen Bettvorleger eingegraben. In diesen Fällen meldet er sich per Sprachausgabe und bittet um Hilfe. Die Steuerung von No-Go-Zonen erfolgt über den mitgelieferten „Invisible Wall Raumtrennungssensor“. Eine Steuerung dieser Zonen über die App hätte hier mehr Sinn gemacht. Jedoch vergisst die App den Raumplan nach jeder Reinigung wieder.

Die zugehörige App zeigt den aktuellen Reinigungstatus, eine Historie der vergangenen Reinigungen, man kann natürlich aber auch alle Modis auswählen. Die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung funktioniert konzeptbedingt nur im Sichtbereich des Roboter. Die Steuerung per App oder Alexa ist da komfortabler. In Sachen Software hat sich in drei Jahren nichts getan. Die App bekam keine neuen Funktionen beschert, eine neue Firmware für den ZACO gab es nicht. Die Möglichkeit zur OTA-Einspielung über die App existiert.

Alles in allem ein perfekter kleiner Helfer, der mir schon viel Arbeit abgenommen hat. In Kleinigkeiten wäre er verbesserungswürdig – aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau.

ZACO scheint sich das Feedback der User zu Herzen genommen haben und hat den verbesserten ZACO A9s Pro herausgebracht, der vieles von dem Angesprochen besser macht.

Witzigerweise ist das Nachfolgemodell ZACO A9s Pro momentan günstiger als das Modell ohne den Pro-Zusatz.

ZACO A9s für 339,99€ bei Amazon

ZACO A9s Pro für 249,70€ bei Amazon

Ich hab meinen damals für 434,74€ erworben. ZACO hat mittlerweile eine ganze Heerschar an Modellen. Günstigere und Teurere. Ein Vergleich macht da durchaus Sinn, wenn man ein Feature unbedingt oder eben nicht haben möchte.

Gäbe es eine selbstständig tätig werdenden Fensterputz-Roboter, das wäre glatt was für mich! 😎

DSL Fallback über LTE

Nach gut 2 Jahren im Homeoffice und zahlreichen Störungen im heimischen DSL kam bei mir das Bedürfnis auf, eine automatische Fallbacklösung über LTE zu realisieren. Mit dem Smartphone und einem LTE/5G-Hotspot über das Telefon lässt sich zwar auch arbeiten, das funktioniert aber nur bedingt, da ich für meine berufliche und private Hardware gerne 1/10GbE Verkabelung verwende. Und wehe, man bewegt sich mit dem Handy-Hotspot mal weiter als 10 Meter vom Laptop weg.

Mit einer Fritzbox 7590 und einem LTE-Stick lässt sich die ganze Sache relativ einfach realisieren. Zusätzlich benötigt man noch einen Datenkarte/SIM für den Stick, ich habe mich hier für Lidl-Connect mit dem Prepaid Tarif Data S entschieden.

Teile-Liste:
Fritzbox 7590
1&1 LTE Antenne (bei Ebay 25-30 Euro)
1 Datentarif/SIM, z.B. Lidl-Connect Data S zzgl. Guthaben
USB-Verlängerung

Zu beachten ist, dass an der Fritzbox nicht alle LTE-Sticks funktionieren. Mit der „1&1 LTE Antenne“ (einem W 1208 Stick) hat es bei mir problemlos funktioniert.

Vor dem Einstecken des Sticks solltet ihr eure SIM-Karte aktivieren. Bei Lidl-Connect geht das hier. Denkt daran, dass ihr dafür auch eine Video-Ident-Freischaltung machen müsst.

Nachdem die SIM-Karte aktiviert ist und der LTE-Stick in eurem Router steckt, sollte er in der Router-Admin-Oberfläche unter Heimnetz-> UBS/Speicher zu sehen sein wie im folgenden Screenshot.

Zur Einrichtung wählt ihr dann Internet -> Mobilfunk in der Router-Admin-Oberfläche aus.
Dort könnt ihr die PIN eurer Simkarte eingeben. Nachdem die PIN akzeptiert wurde, dauert es einige Sekunden, bis sich der LTE-Stick ins Netz eingewählt hat.

Hinweis: Die Position hinter dem Router brachte bei mir schlechten Empfang/Datendurchsatz. Mit einer USB-Verlängerung lässt sich der Stick variabler positionieren um einen besseren Empfang zu bekommen. Mein LTE-Stick hängt jetzt testweise neben dem Schrank. 🙂

Wenn ihr soweit alles eingerichtet habt, solltet ihr unter Internet -> Mobilfunk noch einstellen, welche Art von Ausfallschutz ihr haben wollt. Ich habe mich hier für „Einfacher Ausfallschutz / Fallback-Modus für DSL“ entschieden.

Nun geht es ans testen! Zieht dafür einfach eure DSL-Leitung aus dem Router. Nach kurzer Zeit sollte die LTE-Fallbacklösung übernommen haben. Dies erkennt ihr an einer Meldung auf der Fritzbox-Admin-Oberfläche:

Unter Internet-Online-Monitor seht ihr weitere Details, Wie ihr seht verwendet LIDL-Connect das Vodafone-Netz.

Unter Internet -> Mobilfunk seht ihr dann auch noch den Anbieter (LIDL Connect) und den Verbindungsstatus.


Hinweis: Die LTE-Fallbacklösung bleibt so lange aktiv, bis die Default-Internetverbindung für mindestens 30 Minuten wieder stabil verfügbar ist. Danach wird automatisch zurück gewechselt.


Fazit: Die Lösung macht bei mir genau, was sie soll. Für kurzfristige Ausfälle und Störung reicht der gewählte DATA S-Tarif aus. Die Verbindungsgeschwindigkeit mit 150MBit Down und 50 Mbit Upstream ist mehr als ausreichend. Wichtig war mir hier die geringe Grundgebühr. Sollte ich kurzfristig mal mehr Datenvolumen benötigen (zum Beispiel weil die Störung länger andauert), kann ich jederzeit einen Datenbucket bei Lidl-Connect hinzukaufen.

Danke an Chuck für die Info zu einem funktionierendem LTE-Stick!


MEGA65 Un-Boxing

Letztes Jahr Ende September habe ich mir den Commodore 65 Clone „MEGA 65“ bestellt. Im Mai diesen Jahres war es endlich soweit! Hier möchte ich euch ein paar Bilder des Unboxing zeigen. Sehr gut gefallen hat mir die Verpackung! Hier hat man gleich das Gefühl, sich wieder in den 80er/90er Jahren zu befinden. Zusammen mit dem Rechner gibt es auch noch ein gedrucktes Handbuch für die Programmierung mit Basic V10 und die Bedienung allgemein.

Bully Upgrade: MPTT Solar-Laderegler

Bei den letzten längeren Ausflügen mit dem Bus, bei dem die Solartasche zum Einsatz kam, war das immer mit einigem Verkabelungsaufwand verbunden: Anschlüsse der Aufbaubatterie unter dem Beifahrersitz freilegen, Laderegler per Polklemmen (!) mit der Batterie verbinden, Laderegler mit entsprechender Verlängerung mit dem Panel verbinden.

Bei dieser Art des Aufbaus handelte es sich um eine ziemlich fragile Angelegenheit, da die Kabel und der Laderegler entweder im Beifahrer-Fußraum oder im Wohnraum herumlagen. Hier wollte ich Abhilfe schaffen, indem ich einen neuen, leistungsfähigeren MPPT Solar-Laderegler fest unter dem Sitz verbaue. Die Verbindung zum Panel sollte mit einem SAE-Ladeanschluss realisiert werden.

Teileliste:
Victron Energy SmartSolar MPPT 75V
MC4-Anschluss an SAE-Adapter
SAE Wetterfest Steckdose
Solarpanel Adapterkabel 5m
– Kleinmaterial (Kabel, Adernendhülsen, Schrauben)

Benötigtes Werkzeug:
– Ratschenkasten mit Steckschlüsseln
– Saitenschneider
– Crimpzange
– Schraubendreher
– Akkuschrauber mit Metallbohrern und Stufenbohrer Metall

Zeit:
– Circa 1.5-2 Stunden

Zuerst macht man sich daran, den Beifahrersitz auszubauen: Sitz ganz nach hinten schieben und die beiden Muttern lösen. Sitz ganz nach vorne schieben. Hintere Kunststoffabdeckung lösen. Die beiden Schrauben lösen.

Unter dem Beifahrersitz befindet sich beim Kepler One die erste Aufbaubatterie und unter dem Fahrersitz (falls vorhanden/dazu bestellt) die zweite Aufbaubatterie. Prinzipiell kann der Laderegler auch auf der Fahrerseite verbaut werden, wenn eine zweite Aufbaubatterie vorhanden ist. Beide Aufbaubatterien sind parallel geschaltet.

Aufbaubatterie unter Beifahrersitz

Nun wird die Verkabelung des Ladereglers vorbereitet.MPPT Laderegler
Am Anschluss „BATT“ wird die Aufbaubatterie angeschlossen. Hier habe ich mir zwei 40cm lange Kabel („Fahrzeugleitung 2,5mm²“) in Rot und Schwarz vorbereitet: Auf der einen Seite zwei Ader-Endhülsen für den Anschluss an den Laderegler, auf der anderen Seite jeweils eine Batterieklemme. Bitte achtet auf sauberes und stabiles crimpen und verwendet Schrumpschläuche.

Am Anschluss „PV“ wird der „MC4-Anschluss an SAE-Adapter“ angeschlossen. Kappt dazu den nicht benötigten Stecker (die Einbaubuchse auf der anderen Seite bleibt dran!) und verwendet hier ebenfalls zwei Ader-Endhülsen für den Anschluss an den Laderegler.

Sucht euch nun eine Position für die Einbaubuchse aus. Ich habe mir die Beifahrerseite Richtung Tür ausgesucht.



Vor dem Bohren solltet ihr am besten vorher körnen, um nicht mit dem Bohrer abzurutschen! Für die Bohrung der beiden Löcher für die Schrauben und mit dem Stufenbohrer für die eigentliche Buchse bitte Vorsicht walten lassen, damit ihr nicht die dahinterliegende Batterie anbohrt! Zum Bohren am besten ein kleines Holzbrett o.ä. hinter das Metall legen. Vorhandene Metallspäne bitte aussaugen oder mit einem magnetischem Schraubenzieher entfernen.


Die verbaute Buchse sollte nun etwa so aussehen.


Der verschraubte Laderegler inklusive Verkabelung zur Batterie und Buchse.

Nach der Montage macht es Sinn, eine Funktionsprüfung durchzuführen. Dazu einfach den Solarkoffer über die Buchse anschließen. Die aktuellen Ladedaten lassen sich der Victron-App (Android/Apple) entnehmen.



Am Ende natürlich erfolgt natürlich noch der Einbau des Beifahrersitzes. Achtet hier bitte auch auf korrekten Einbau unter Verwendung des vom Hersteller angegeben Drehmoment.


Ihr habt Fragen? Einfach in die Kommentare damit!

DISCLAIMER/HAFTUNGSAUSSCHLUSS: Solltet ihr mit der Handhabung bzw. dem Einbau von KFZ-Elektrik nicht bewandert oder erfahren sein, bittet einen Fachmann, euch zu unterstützen. Lasst die Arbeiten im Zweifelsfall von einem Fachmann durchführen.
Auch bei arbeiten mit 12V an der Bordelektrik eines Fahrzeuges kann es zu schweren Unfällen kommen. Kurzschlüsse in einem KFZ können zu Kabelbrand und Verlust des Fahrzeugs durch Brand und weitern Personen- und Sachschäden führen. Ihr handelt auf eigenes Risiko!



Retrobright@Home [1]: Die UV-Kiste

Seit einigen Wochen plane ich ja das Vorhaben, meine alte Hardware auch in bewölkten deutschen Landen zu „retrobrighten“ (Was für ein Wort…). Ihr fragt euch sicher gerade „WTF will der?“ – Nuja, hier ein TL;DR: Ich sammle ja alte Computer. Oftmals sind die Gehäuse dieser alten Hardware durch Sonneneinstrahlung vergilbt, als wären sie die letzten Jahre im Raucherraum von Helmut Schmidt gestanden. Hier mal ein Bild einer Commodore Tastatur wie das aussieht:

Um diesen Gilb zu beseitigen gibt es ein Verfahren, das sich „Retrobright“ oder „Retrobrite“ nennt. Damit ist gemeint, vergilbte Teile alter (Retro-)Hardware wieder aufzuhellen (bright). Damit das klappt, benötigt man ein paar Komponenten: Wasserstoffperoxid, einen Emulgator (ich nehme Guakernmehl) und einen Oxidator (z.B. Oxi Action) zur Aktivierung.

Das wichtigste jedoch ist eine Komponente, die wir in Deutschland nicht immer zur Hand haben: UV-Licht in Form von Sonne. Am besten richtig grelle Mittagssonne ohne Wolken, so wie in Phoenix oder der Mojave-Wüste.

Da wird in Deutschland wie gesagt diese Sonnenaktivität meist nicht haben, kam ich auf die Idee, eine einfache Kiste mit einer UV-Lampe zu basteln. Das ganze war in 15 Minuten erledigt:

Die Lampe ist eine Osram Ultra Vitalux mit 300W, das E27-Gewinde ist ne blanke Keramikfassung mit Zuleitung und Schalter – Eigentlich für Terrarien gedacht. Nun leuchtet das Ding. Über das „retrobrighten“ an sich berichte ich in einem separatem Post.

BTC & ZEC accepted

In den letzten Wochen habe ich mich mal wieder etwas intensiver mit dem Thema Kryptowährung beschäftigt. Im Moment ist es wieder recht lukrativ, sich mit einer potenten GPU ins Mining für ZCASH (ZEC) zu stürzen. Auf Empfehlung hin habe ich mich für den EWBF Zcash cuda miner [1] entschieden, mit welchem ich pro Tag auf eine Durchschnitts-Hashrate von circa 250-300 Sol/s komme. Monetarisiert werden dadurch je nach Kurs von ZEC/EUR circa 80-120US$/Monat (abzüglich Stromkosten). Wer mit einer guten GPU in das Thema einsteigen will, sollte sich mal die MSI GTX-1050 2GB OC [2] etwas genauer ansehen. Diese bringt mit ~150 SOL/s und niedrigem Energieverbrauch einen recht guten „Bang for the Buck“. Überdies hat MSI im Moment ein Cashback-Aktion [3] und es gibt was zurück [4]. Eh die Frage aufkommt: Als Wallet kann ich freewallet.org [5] empfehlen. Da gibts virtuelle Geldbeutel für diverse Währungen. 🙂

Links zum Thema:
[1] EWBF Zcash cuda miner
[2] MSI GeForce GTX 1050 G OC 2GB bei Amazon (131,60€)
[2] MSI GeForce GTX 1050 G OC 2GB bei Media Markt (116,99€)
[3] Cashback-Aktion von MSI
[4] Spendiere mir ein Trinkgeld (BTC/ZEC)
[5] https://freewallet.org/