Der gebrochene Schlüssel

*klopf klopf*
Wer ist es, der am Tore klopft?
Erkennst Du mich nicht, Du Esel? Ich bin es, dein Lehnsherr Sir Galahad! Öffne das Tor!
Warum nutzt ihr nicht euren Schlüssel, mein edler Herr?
Weil er abgebrochen ist, Du Sohn einer…
Wenn dies so ist, kann ich euch leider nicht hereinlassen, Unbekannter.
UNBEKANNTER? Ich mach euch einen Kopf kürzer! Öffnet, das Tor!
Dies kann ich leider nicht, mein Herr. Um Einlass zu erhalten, benötigt Ihr entweder einen passenden Schlüssel, oder zwei mit Blut signierte Depeschen.
Zwei mit Blut signierte Depeschen? Seit ihr des Wahnsinns verfallen?
Zwei mit Blut signierte Depeschen von zwei anderen Mitgliedern der Tafelrunde die bezeugen, das Ihr Sir Galahad seid.
Wie stellt ihr euch das vor? Sir Lancelot und Sir Parceval weilen auf einer Queste im heiligen Land, Artus kann ich nicht stören und…
Jeder Ritter der Tafelrunde ist möglich…
*Grummel*…

(zwei Brieftauben an Sir Mordred und Sir Iwein und 6 Wochen später)

Andere Ritter der Tafelrunde haben bezeugt, das Ihr Sir Galahad seid. Tretet ein, mein Lehnsherr! Willkommen. Kann ich sonst noch etwas für euch tun?

*SWUSCH* *FUMP* *ROLLER*

(Bild von Hermann Junghans unter Creative Commons)

Retrobright@Home [1]: Die UV-Kiste

Seit einigen Wochen plane ich ja das Vorhaben, meine alte Hardware auch in bewölkten deutschen Landen zu „retrobrighten“ (Was für ein Wort…). Ihr fragt euch sicher gerade „WTF will der?“ – Nuja, hier ein TL;DR: Ich sammle ja alte Computer. Oftmals sind die Gehäuse dieser alten Hardware durch Sonneneinstrahlung vergilbt, als wären sie die letzten Jahre im Raucherraum von Helmut Schmidt gestanden. Hier mal ein Bild einer Commodore Tastatur wie das aussieht:

Um diesen Gilb zu beseitigen gibt es ein Verfahren, das sich „Retrobright“ oder „Retrobrite“ nennt. Damit ist gemeint, vergilbte Teile alter (Retro-)Hardware wieder aufzuhellen (bright). Damit das klappt, benötigt man ein paar Komponenten: Wasserstoffperoxid, einen Emulgator (ich nehme Guakernmehl) und einen Oxidator (z.B. Oxi Action) zur Aktivierung.

Das wichtigste jedoch ist eine Komponente, die wir in Deutschland nicht immer zur Hand haben: UV-Licht in Form von Sonne. Am besten richtig grelle Mittagssonne ohne Wolken, so wie in Phoenix oder der Mojave-Wüste.

Da wird in Deutschland wie gesagt diese Sonnenaktivität meist nicht haben, kam ich auf die Idee, eine einfache Kiste mit einer UV-Lampe zu basteln. Das ganze war in 15 Minuten erledigt:

Die Lampe ist eine Osram Ultra Vitalux mit 300W, das E27-Gewinde ist ne blanke Keramikfassung mit Zuleitung und Schalter – Eigentlich für Terrarien gedacht. Nun leuchtet das Ding. Über das „retrobrighten“ an sich berichte ich in einem separatem Post.

Digitalisierung

Im Cubicle-Großraumbüro eines deutschen Global Players. Auf den Aktenschränken angestaubte Hydrokulturpflanzen, die zum letzten Mal 1996 echtes UV-Licht gesehen haben. Auf einem Schreibtisch springt mich der Slogan einer Gewerkschaft-Schreibunterlage förmlich an: „Mit UNS ins neue Jahrtausend!“. Neben der achtlos dahingekritzelten Kostenstelle, die im Oktober 2002 ungültig wurde ragt traurig ein vergilbtes Blatt Papier hervor, welches durch Mauskugelrollen die Konsistenz einer Lage Kohlepapier angenommen hat. Auf dem Platz des Kollegen gegenüber zwei Hanutabilder der WM 90: Klaus Augenthaler und Thomas Häßler. Waren damals schwer zu bekommen. Wahrscheinlich hat sie der Kollege deswegen im Jahre 2004 von seinem 17″ Röhrenmonitor gekratzt. Seitdem hatte Icke Hässler ein paar Falten auf der Stirn. Auf dem Weg zur Kaffeküche komme ich an der Telefonbude vorbei. Stolz prangt dort das Logo eines FeTAp 615, darunter der Schriftzug „National/International“.
Nach minutenlangem Suchen finde ich meinen Becher „Weihnachtsmarkt Unterzipfelbach 1986“ in der Spülmaschine. Noch ziemlich verschlafen stapfe ich mit meinem dampfenden Kaffee an der Raucherecke vorbei, wo zwei Kollegen konspirativ die Köpfe zusammenstecken. „Lass uns so ne App Dingens machen“ hör ich den Einen sagen. „Wozu soll sowas gut sein?“ anwortet der Andere. Als die Beiden mich bemerken verstummt das Gespräch. Im Weggehen höre ich noch… „Lass mal, soweit simmer no nitt“.
Ich grinse in mich hinein. Der Flurfunk vermeldet: Die Digitalisierung wird wohl noch ein bisschen brauchen. Ich setze mich erstmal an meinen Arbeitsplatz und sehe nach, was im BTX so Neues gibt.

Lambda Depot

Vor einiger Zeit hatte ich mir mal eine alte Feldkiste besorgt, um darin in der Garage einige Dinge zu verstauen. Nach dem hochdruckreinigen der Kiste kam mir der Gedanke, dass da noch was fehlt…

Und was kann man wohl ich solch eine Kiste packen, wenn schon schon so ein Symbol drauf ist? Richtig. Vor einem Jahr habe ich mir mal nen Schwung frischer MREs [1] geholt (1-24, Inspection Date 2019, Shelf Life ~2026). Und was soll ich sagen: Die passen da einwandfrei alle rein.

Warum MREs? Tja, das BKK [2] ist von seiner in den 60ger Jahren veröffentlichen Broschüre zum Zivil- und Selbstschutz eigentlich nie abgewichen. Es gab nur ein riesigen Brimborium als vor einiger Zeit empfohlen wurde, jeder Möge doch selbst Notfallvorsorge betreiben. Und ein wichtiger Faktor der Notfallvorsore ist eben die Ernährung. Wer sich selbst dafür interesiert, kann sie sich als pdf holen (siehe Links). Was ich sonst noch so bunkere, blogge ich mal in einer anderen Episode.

[1] MRE
[2] BKK – Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
[3] Download der Broschüre

ZCash Mining – Eine Kurzanleitung

Der gestrige Beitrag zu BTC & ZEC war für viele so interessant, dass sie es selbst einmal probieren möchten. Hier für euch eine Kurzanleitung:

1. Installiert euch eine digitale Geldbörse, ein „Wallet“. Meine Empfehlung: Der „Zcash Wallet“ für Android oder der „Jaxx Blockchain Wallet“ für iOS. Nach der Installation müsst ihr eure Geldbörsenadresse herausfinden. Im ZCASH Wallet klickt ihr dazu auf „+“ unten rechts, dann „Empfangen“, dann „Meine Geldbörsenadresse“. Dort seht ihr unter „Meine Geldbörsenadresse“ eine Zeichenfolge mit ~35 Zeichen. Durch antippen kopiert ihr diese Adresse in die Zwischenablage. Diese Adresse benötigt ihr auf eurem Desktop. Am besten per Mail an sich selbst dahin schicken.

Die Einrichtung mit Jaxx dürfte ähnlich sein, kann ich hier mangels Hardware jedoch nicht dokumentieren.

2. Ladet euch hier die aktuellste Version von EWBF’s CUDA Zcash miner herunter (Stand 19.06.17: V0.3.4.b) und entpackt das Archiv in einem Ordner, z.B. „zcashmining“.

3. Für das Mining schließt man sich im Normalfall einem Mining Pool an. Meine Empfehlung ist hier: nanopool.org. Um mit dem minen mit nanopool.org zu beginnen, müsst ihr die Datei „nanopool.bat“ editieren. Wählt die Datei dazu mit einem Linksklick aus, klickt auf die rechte Maustaste und wählt „Bearbeiten“

4. Tragt nun eure Geldbörsenadresse nach dem „–user“ Parameter ein. Nach der Geldbörsenadresse könnt ihr mit einem Punkt getrennt den Namen eures Client frei wählen (Beispiel: „.GPU1“ oder auch „.GTX750“). Alle anderen Werte (Pass, Port, etc.) so belassen. Nach dem editieren der Datei speichert ihr sie wieder ab (Datei->Speichern).

5. Startet nun das Mining durch einen Doppelklick auf die Datei „nanopool.bat“.

6. Nach einigen Minuten/Stunden öffnet ihr den Link https://zec.nanopool.org/account/ gefolgt von eurer Geldbörsenadresse. In meinem Fall wäre das z.B. dieser hier. Der MiningPool zahlt ab 0.01 ZEC an euren Geldbörsenadresse aus. Je nach Leistung der GPU kann das einige Stunden oder Tage dauern.

Wie ihr ZCash in andere Cryptowährungen übertragen oder in echtes Geld umwandeln könnt, erfahrt ihr im zweiten Teil in ein paar Tagen. 🙂

Fragen? Ab in die Kommentare damit!

BTC & ZEC accepted

In den letzten Wochen habe ich mich mal wieder etwas intensiver mit dem Thema Kryptowährung beschäftigt. Im Moment ist es wieder recht lukrativ, sich mit einer potenten GPU ins Mining für ZCASH (ZEC) zu stürzen. Auf Empfehlung hin habe ich mich für den EWBF Zcash cuda miner [1] entschieden, mit welchem ich pro Tag auf eine Durchschnitts-Hashrate von circa 250-300 Sol/s komme. Monetarisiert werden dadurch je nach Kurs von ZEC/EUR circa 80-120US$/Monat (abzüglich Stromkosten). Wer mit einer guten GPU in das Thema einsteigen will, sollte sich mal die MSI GTX-1050 2GB OC [2] etwas genauer ansehen. Diese bringt mit ~150 SOL/s und niedrigem Energieverbrauch einen recht guten „Bang for the Buck“. Überdies hat MSI im Moment ein Cashback-Aktion [3] und es gibt was zurück [4]. Eh die Frage aufkommt: Als Wallet kann ich freewallet.org [5] empfehlen. Da gibts virtuelle Geldbeutel für diverse Währungen. 🙂

Links zum Thema:
[1] EWBF Zcash cuda miner
[2] MSI GeForce GTX 1050 G OC 2GB bei Amazon (131,60€)
[2] MSI GeForce GTX 1050 G OC 2GB bei Media Markt (116,99€)
[3] Cashback-Aktion von MSI
[4] Spendiere mir ein Trinkgeld (BTC/ZEC)
[5] https://freewallet.org/

Die Siebziger

Ich bin ein Kind der 70ger. Eindeutig.

Danke an Stefan Holzhauer und Ronny Eichler für die Montagen. 🙂

Wieder mal alles neu

Und wieder mal habe ich die Homepage neu aufgesetzt. Dies mal auch hier mit einem WordPress-Blog.  Dieses Mal möchte ich versuchen, Inhalte aus allen meiner anderen Seiten hier zu bündeln: Bilder, Grafiken, Software, Hardware-Basteleien und natürlich jede Menge persönlicher Senf.

Bleibt mir gewogen! 🙂