Retrobright Fail

„Der Techniker hat sich vom ordnungsgemäßem Sitz der UV-Lampe überzeugt.“ NICHT. So sieht das Ergebnis aus, wenn ein Retrobright fehl schlägt. Die UV-Lampe aus meiner UV-Kiste hatte sich gelöst und die Tasten gebruzzelt. *schäm*

Classic Gaming / Classic Hardware

In den letzten 12 Monaten habe ich mich wieder viel mit meinem Lieblingsthema befasst: „Classic Gaming“  – Das Spielen von alten Computerspielen – bevorzugt auf alter Hardware aber auch neuer Hardware, die alter nachempfunden ist (The  C64 Mini und RasPiNES). Dazu kamen auch Neuanschaffungen, also neue Hardware(erweiterungen) für alte Rechner.

Zu meinem Lieblingsevent  hat sich das „Classic Gaming Wochenende“ entwickelt: Treffen mit alten Freunden für ein Wochenende, alte Hardware, stundenlanges zocken, Junkfood, Bier. Was will man mehr?

Hier mal ein paar Bilder des Classic Gaming Wochenende V:

Software:
Archon (immer dabei), Maniac Mansion, Bruce Lee, Donkey Kong, International Karate +, Space Taxi, Arkanoid, Borrowed Time, Krakout, 1942, Giana Sisters,
Boulder Dash (immer dabei), Archon II-

Hardware:
C64C1541 Ultimate-II+ CartridgeQuickshot II Plus, Competition Pro 5000Dell UltraSharp 2007FP, Standard Aktivboxen.

Hier mal ein paar Bilder des Classic Gaming Wochenende IV:

Software:
Archon (immer dabei), Space Quest II, Boulder Dash,  Sams Journey,  uvm.

Hardware:
Apple IIGSQuickjoy Topstar, Floppy Emu , C128DCR1541 Ultimate-II+ CartridgeQuickshot II Plus, Competition Pro 5000Dell UltraSharp 2007FP, Standard Aktivboxen.

Hardware Basteleien:
Apple Macintosh LC II, Competition Pro

Hier noch ein  paar weitere Bilder, was sonst das Jahr über lief in Bereich Classic Gaming: Neue Spiele, neue Hardware, alte Spiele, alte Hardware.

Hardware:
C64 Mini, Raspberry Pi NES Gehäuse

Software: 
Sam’s Journey

Und sonst so? Natürlich noch jede Menge mehr gemacht mit klassischer Hardware, zum Beispiel „Online dem C64 ins Internet„.

Forchheimer Wandbilder im Nachkriegs-Wohnungsbau von Michael Biebl

Gemeinnützige Tat schuf neue Heimat
Gemeinnützige Tat schuf neue Heimat

Viele Forchheimer kennen sie, die wenigsten wissen mehr darüber: Die Forchheimer Wandbilder im Nachkriegs-Wohnungsbau. Anfang der 50ger Jahre herrschte in Forchheim Wohnungsnot – Es wurde viel gebaut, vor allem im Forchheimer Norden, in der Unteren Kellerstraße (oberhalb der Bahnlinie),  in der Birkenfelderstraße und an vielen weiteren Ecken.

Viele der Wandbilder, sogenannte „Sgraffiti“, wurden vom bekannten Kunstmaler Michael Biebl erstellt. Mir selbst sind in Forchheim noch sechs Wandbilder bekannt, drei davon noch im Originalzustand als gemaltes Flachrelief. Drei weitere fielen einer Fassadensanierung zum Opfer und sind nur noch als Reproduktion an der Wand erhalten (ohne Relief auf neuem Putz.) Hier die drei Wandbilder aus Forchheim Nord, Bammersdorfer Straße,  Kantstraße, Joseph-Otto-Platz. Bei diesen Bildern handelt es sich um Reproduktionen.

Die folgenden drei Wandbilder befinden sich in der Birkenfelderstraße und in der Bamberger Straße. Bei letzten Bild handelt es sich nicht um eines dieser Wandbilder des Nachkriegs-Wohnungsbau, jedoch ebenfalls um ein Relief-Wandbild von Michael Biebl für die Bäckerei Bohnag aus dem Jahr 1953.

Hier noch ein paar Detailbilder aus der Birkenfelderstraße:

Und hier ein paar Details der Relieftechnik, welche den Bildern eine besondere Tiefe verleihen. Leider sind nur noch drei davon erhalten.

Die unterschiedlichen Signaturen von Michael Biebl:

Neben diesen sechs Wandbildern sind mir leider keine weiteren bekannt. Ich kann mich dunkel erinnern, dass es noch eines an dem – vor Jahren abgerissenem Bau – der Sparkasse Forchheim Nord gab. Ebenso habe ich eine dunkle Erinnerung daran, das es auch ein Wandbild in der Kaiserin-Kunigunda-Straße gab. Wer kann etwas dazu berichten? Kennt jemand noch ein weiteres Bild?

Zudem: Hat jemand noch weitere Informationen zum Kunstmaler Michael Biebl? Mir ist nur bekannt, das es ihm zu Ehren in Forchheim einen „Michael-Biebl-Weg“ gibt.

Update 09.10.2018:
Mittlerweile hat sich einiges getan. In der  Kaiserin Kunigunda Straße ist ein weiteres Wandbild (siehe unten). Dann hat Localbook.de in einem Online-Artikel [Link] und „Hallo Franken“ in einem Print-Artikel darüber berichtet.
Ich wurde zudem von vielen Menschen darauf angesprochen. Hierbei durfte ich auch viel neues über Michael Biebl erfahren. Herzlichen Dank dafür!

Online mit dem C64

Die letzten Tagen habe ich mich mal mit den Onlinefähigkeiten eines C64 beschäftigt. Ihr habt richtig gelesen: Einem C64.

Seit einiger Zeit gibt es einen Release des Contiki OS [1] auch für den Brotkasten [2]. Alles, was man sonst noch dazu braucht ist eine Netzwerkkarte und ein Laufwerk. In meinem Fall verwende ich ein SD2IEC Laufwerk [3], welches direkt Disketten-Images von SD mounten kann. Als NIC kommt ein RR-Net V3 von Individual Computers [4] zum Einsatz.

Der Einfachheit halber hier mal ein paar Bilder der Software im Einsatz:

Das RR-Net Modul
SD2IEC im Einsatz
Der Contiki Webserver läuft
Der Contiki Webserver aus Browser Sicht
Ein Besucher!
Auch Surfen mit dem C64 geht: Der Contiki Browser

Im Contiki Paket gibt es auch noch einen Browser, ein Mailprogramm, einen IRC-Client, FTP-Client, Twitter Client und eine Telnet BBS. Die anderen Sachen werde ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

[1] https://www.c64-wiki.com/wiki/Contiki
[2] Github der 8Bit Release von Contiki
[3] https://www.c64-wiki.com/wiki/SD2IEC
[4] Individual Computers >> RR-Net

 

Der gebrochene Schlüssel

*klopf klopf*
Wer ist es, der am Tore klopft?
Erkennst Du mich nicht, Du Esel? Ich bin es, dein Lehnsherr Sir Galahad! Öffne das Tor!
Warum nutzt ihr nicht euren Schlüssel, mein edler Herr?
Weil er abgebrochen ist, Du Sohn einer…
Wenn dies so ist, kann ich euch leider nicht hereinlassen, Unbekannter.
UNBEKANNTER? Ich mach euch einen Kopf kürzer! Öffnet, das Tor!
Dies kann ich leider nicht, mein Herr. Um Einlass zu erhalten, benötigt Ihr entweder einen passenden Schlüssel, oder zwei mit Blut signierte Depeschen.
Zwei mit Blut signierte Depeschen? Seit ihr des Wahnsinns verfallen?
Zwei mit Blut signierte Depeschen von zwei anderen Mitgliedern der Tafelrunde die bezeugen, das Ihr Sir Galahad seid.
Wie stellt ihr euch das vor? Sir Lancelot und Sir Parceval weilen auf einer Queste im heiligen Land, Artus kann ich nicht stören und…
Jeder Ritter der Tafelrunde ist möglich…
*Grummel*…

(zwei Brieftauben an Sir Mordred und Sir Iwein und 6 Wochen später)

Andere Ritter der Tafelrunde haben bezeugt, das Ihr Sir Galahad seid. Tretet ein, mein Lehnsherr! Willkommen. Kann ich sonst noch etwas für euch tun?

*SWUSCH* *FUMP* *ROLLER*

(Bild von Hermann Junghans unter Creative Commons)

Retrobright@Home [1]: Die UV-Kiste

Seit einigen Wochen plane ich ja das Vorhaben, meine alte Hardware auch in bewölkten deutschen Landen zu „retrobrighten“ (Was für ein Wort…). Ihr fragt euch sicher gerade „WTF will der?“ – Nuja, hier ein TL;DR: Ich sammle ja alte Computer. Oftmals sind die Gehäuse dieser alten Hardware durch Sonneneinstrahlung vergilbt, als wären sie die letzten Jahre im Raucherraum von Helmut Schmidt gestanden. Hier mal ein Bild einer Commodore Tastatur wie das aussieht:

Um diesen Gilb zu beseitigen gibt es ein Verfahren, das sich „Retrobright“ oder „Retrobrite“ nennt. Damit ist gemeint, vergilbte Teile alter (Retro-)Hardware wieder aufzuhellen (bright). Damit das klappt, benötigt man ein paar Komponenten: Wasserstoffperoxid, einen Emulgator (ich nehme Guakernmehl) und einen Oxidator (z.B. Oxi Action) zur Aktivierung.

Das wichtigste jedoch ist eine Komponente, die wir in Deutschland nicht immer zur Hand haben: UV-Licht in Form von Sonne. Am besten richtig grelle Mittagssonne ohne Wolken, so wie in Phoenix oder der Mojave-Wüste.

Da wird in Deutschland wie gesagt diese Sonnenaktivität meist nicht haben, kam ich auf die Idee, eine einfache Kiste mit einer UV-Lampe zu basteln. Das ganze war in 15 Minuten erledigt:

Die Lampe ist eine Osram Ultra Vitalux mit 300W, das E27-Gewinde ist ne blanke Keramikfassung mit Zuleitung und Schalter – Eigentlich für Terrarien gedacht. Nun leuchtet das Ding. Über das „retrobrighten“ an sich berichte ich in einem separatem Post.

Digitalisierung

Im Cubicle-Großraumbüro eines deutschen Global Players. Auf den Aktenschränken angestaubte Hydrokulturpflanzen, die zum letzten Mal 1996 echtes UV-Licht gesehen haben. Auf einem Schreibtisch springt mich der Slogan einer Gewerkschaft-Schreibunterlage förmlich an: „Mit UNS ins neue Jahrtausend!“. Neben der achtlos dahingekritzelten Kostenstelle, die im Oktober 2002 ungültig wurde ragt traurig ein vergilbtes Blatt Papier hervor, welches durch Mauskugelrollen die Konsistenz einer Lage Kohlepapier angenommen hat. Auf dem Platz des Kollegen gegenüber zwei Hanutabilder der WM 90: Klaus Augenthaler und Thomas Häßler. Waren damals schwer zu bekommen. Wahrscheinlich hat sie der Kollege deswegen im Jahre 2004 von seinem 17″ Röhrenmonitor gekratzt. Seitdem hatte Icke Hässler ein paar Falten auf der Stirn. Auf dem Weg zur Kaffeküche komme ich an der Telefonbude vorbei. Stolz prangt dort das Logo eines FeTAp 615, darunter der Schriftzug „National/International“.
Nach minutenlangem Suchen finde ich meinen Becher „Weihnachtsmarkt Unterzipfelbach 1986“ in der Spülmaschine. Noch ziemlich verschlafen stapfe ich mit meinem dampfenden Kaffee an der Raucherecke vorbei, wo zwei Kollegen konspirativ die Köpfe zusammenstecken. „Lass uns so ne App Dingens machen“ hör ich den Einen sagen. „Wozu soll sowas gut sein?“ anwortet der Andere. Als die Beiden mich bemerken verstummt das Gespräch. Im Weggehen höre ich noch… „Lass mal, soweit simmer no nitt“.
Ich grinse in mich hinein. Der Flurfunk vermeldet: Die Digitalisierung wird wohl noch ein bisschen brauchen. Ich setze mich erstmal an meinen Arbeitsplatz und sehe nach, was im BTX so Neues gibt.

Lambda Depot

Vor einiger Zeit hatte ich mir mal eine alte Feldkiste besorgt, um darin in der Garage einige Dinge zu verstauen. Nach dem hochdruckreinigen der Kiste kam mir der Gedanke, dass da noch was fehlt…

Und was kann man wohl ich solch eine Kiste packen, wenn schon schon so ein Symbol drauf ist? Richtig. Vor einem Jahr habe ich mir mal nen Schwung frischer MREs [1] geholt (1-24, Inspection Date 2019, Shelf Life ~2026). Und was soll ich sagen: Die passen da einwandfrei alle rein.

Warum MREs? Tja, das BKK [2] ist von seiner in den 60ger Jahren veröffentlichen Broschüre zum Zivil- und Selbstschutz eigentlich nie abgewichen. Es gab nur ein riesigen Brimborium als vor einiger Zeit empfohlen wurde, jeder Möge doch selbst Notfallvorsorge betreiben. Und ein wichtiger Faktor der Notfallvorsore ist eben die Ernährung. Wer sich selbst dafür interesiert, kann sie sich als pdf holen (siehe Links). Was ich sonst noch so bunkere, blogge ich mal in einer anderen Episode.

[1] MRE
[2] BKK – Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
[3] Download der Broschüre

ZCash Mining – Eine Kurzanleitung

Der gestrige Beitrag zu BTC & ZEC war für viele so interessant, dass sie es selbst einmal probieren möchten. Hier für euch eine Kurzanleitung:

1. Installiert euch eine digitale Geldbörse, ein „Wallet“. Meine Empfehlung: Der „Zcash Wallet“ für Android oder der „Jaxx Blockchain Wallet“ für iOS. Nach der Installation müsst ihr eure Geldbörsenadresse herausfinden. Im ZCASH Wallet klickt ihr dazu auf „+“ unten rechts, dann „Empfangen“, dann „Meine Geldbörsenadresse“. Dort seht ihr unter „Meine Geldbörsenadresse“ eine Zeichenfolge mit ~35 Zeichen. Durch antippen kopiert ihr diese Adresse in die Zwischenablage. Diese Adresse benötigt ihr auf eurem Desktop. Am besten per Mail an sich selbst dahin schicken.

Die Einrichtung mit Jaxx dürfte ähnlich sein, kann ich hier mangels Hardware jedoch nicht dokumentieren.

2. Ladet euch hier die aktuellste Version von EWBF’s CUDA Zcash miner herunter (Stand 19.06.17: V0.3.4.b) und entpackt das Archiv in einem Ordner, z.B. „zcashmining“.

3. Für das Mining schließt man sich im Normalfall einem Mining Pool an. Meine Empfehlung ist hier: nanopool.org. Um mit dem minen mit nanopool.org zu beginnen, müsst ihr die Datei „nanopool.bat“ editieren. Wählt die Datei dazu mit einem Linksklick aus, klickt auf die rechte Maustaste und wählt „Bearbeiten“

4. Tragt nun eure Geldbörsenadresse nach dem „–user“ Parameter ein. Nach der Geldbörsenadresse könnt ihr mit einem Punkt getrennt den Namen eures Client frei wählen (Beispiel: „.GPU1“ oder auch „.GTX750“). Alle anderen Werte (Pass, Port, etc.) so belassen. Nach dem editieren der Datei speichert ihr sie wieder ab (Datei->Speichern).

5. Startet nun das Mining durch einen Doppelklick auf die Datei „nanopool.bat“.

6. Nach einigen Minuten/Stunden öffnet ihr den Link https://zec.nanopool.org/account/ gefolgt von eurer Geldbörsenadresse. In meinem Fall wäre das z.B. dieser hier. Der MiningPool zahlt ab 0.01 ZEC an euren Geldbörsenadresse aus. Je nach Leistung der GPU kann das einige Stunden oder Tage dauern.

Wie ihr ZCash in andere Cryptowährungen übertragen oder in echtes Geld umwandeln könnt, erfahrt ihr im zweiten Teil in ein paar Tagen. 🙂

Fragen? Ab in die Kommentare damit!